Gehenna

Das Volk der Harpien ist ungefähr so alt wie jenes der Aarakocra – ein Fakt, der von einer antiken Zivilisation zeugt. Ihr Reich war zwischen den Aarakocra und dem Erdboden angesiedelt. Sie nisteten in hohen Gebirgen und auf kleinen fliegenden Inseln, die durch natürliche Umstände entstanden sind. Vor dem grossen Exodus in den Himmel hatten die Harpien ein ausladendes Reich, welches sich über eine weite Fläche erstreckte und dem der Aarakocras in nichts nachstand. Das Reich wurde Gehenna genannt, ein Name, den sie ihrer Harpiengottheit nachempfanden. Laut Erzählungen hatte ihr Volk die Kunst des Schmiedens erlernt und war eine vorwiegend plündernde und kriegslustige Gemeinschaft, deren Aggressionen sich gegen das andere geflügelte Volk richteten. Durch etliche Jahrzehnte der Feindschaft verloren die Harpien den Krieg. Bevor die Aarakocras ihnen den Gnadenstoss verpassen konnte, erschien der magische Nebel und das darauf folgende Chaos. Was danach geschah, kann niemand mit Bestimmtheit sagen, aber die Harpien verschwanden ein für mehrere Jahrzehnte in den verdorbenen Dünsten, bevor sie wieder auftauchten und aus der Deckung des Nebel heraus die Völker des Himmels angriffen.

Das Reich Gehennas – oder das Volk der Harpien allgemein – verbindet ein tiefempfundener Hass gegenüber den Aarakocras. Die verfeindeten Völker greifen einander ohne Vorwarnung an. Wie dieser Konflikt zustande kam, kann niemand genau sagen, doch ist diese Abscheu so tief verwurzelt, dass sich keine Seite mehr für einen Grund interessiert. Als Gehenna ihren Höhepunkt erreicht hatte, war der Himmel oftmals Schauplatz grosser Manöver und Schlachten gewesen. Nach ihrem Fall und der Besiedlung des Himmelsreichs zogen die Harpien sich in den Nebel zurück und führten nur noch kleine Angriffe auf die Aarakocras durch, bei welchen sie die Eier und die Neugeborenen töten, indem sie die Nester anzündeten oder sie vom Himmel stiessen.

Die herausragendste Stärke der Harpien liegt in der Fähigkeit, den Nebel ohne Gefahr passieren zu können. Sie scheinen durch die Jahre inmitten der Schwaden nicht mehr von ihm betroffen zu sein und nutzen diesen Fakt bei ihren Guerilla-Taktiken. Sie reisen im Nebel und überfallen Siedlungen, Schiffe und bevorzugt die Nester der Aarakocras. Bevor man sich den Aggressoren erwehren kann, verschwinden die Harpien mit ihrer Beute wieder im Schutz des Nebels.
Während der grosse Teil mit ihren natürlichen Waffen kämpft, wurden auch höherrangige Harpien mit bronzener Ausrüstung gesichtet. Ihr Volk besitzt keine Luftschiffe, was sie edoch durch ihre grosse Ausdauer ausgleichen. Sie scheinen sich länger in der Luft halten zu können als ihre Feinde, die Aarakocras.

Gehenna und ihre Kinder sind eine Plage für alle Reiche des Himmels. Viele Unternehmungen, die Harpien auszumerzen, scheiterten, da ihr Reich sich tief im Nebel verbirgt.

Gehenna

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