Königreich Terberis

Das Königreich Terberis hat eine stolze Vorgeschichte. Liberis Terberis, ihr Gründer und erster Monarch, wollte alle Länder unter einem Himmel vereinen. Seine Regentschaft brachte Fortschritt und Wohlstand in das Königreich. Erst nach seinem Tod schlug das Reich eine harsche Richtung ein. Obwohl es immer einen König oder eine Königin auf dem Thron sah, liegt die tatsächliche Macht beim Adel, da dieser wichtige Ländereien und Ämter innehat. Gesetze und Verordnungen, die auf Druck des Adels nach ihrer Instandsetzung sofort wieder fallen gelassenen werden, sind gang und gebe. Dem Inhaber oder der Inhaberin des Herrscheramtes sind oftmals die Hände gebunden und nur in wenigen Situationen kann die Person sich auf ihre Position stützen und über den Adel hinweg entscheiden.

Die Bevölkerung des Königreichs ist in zwei Gruppen unterteilt: der Adel und der Rest.
Der Adel führt alle nennenswerten Institutionen und lenkt die Geschicke des Reichs. Der grösste Teil arbeitet nicht und wird vom Königreich unterhalten und bezahlt. Sie vertreiben sich die Zeit mit ausschweifenden Festen, künstlerischen Tätigkeiten und ihrer liebsten Beschäftigung, dem Ränkespiel. Dieses frivole Leben beeinflusst viele und lässt sie weltfremd und exzentrisch werden. Niemals soll es einem Mitglied des Adels an etwas fehlen – und hier liegt der grösste Unterschied zum Nicht-Adel. Jedem Mitglied der Elite sind mehrere Dutzend Leibeigene unterstellt, die verpflichtet sind, sich um das Wohlergehen ihres Herrn zu kümmern.
Der Nicht-Adel fristet derweil ein Schattendasein. Ihre Aufgabe besteht alleine darin, für die dünne, obere Schicht zu arbeiten und für ihren dekadenten Lebensunterhalt aufzukommen. Der Grossteil lebt in grosser Armut und kämpft um das tägliche Überleben. Da man alleine nur mühevoll durchkommt, schliessen sich viele Gilden an, welche sich für eine faire Verteilung der Arbeit und Nahrung untereinander einsetzen.

Mit seinem Aufstieg und dem damit verbundenen Luxus hat sich das Königreich in das Zentrum des Wohlstands erhoben. Die königliche Stadt Erebos sucht ihresgleichen. Riesige Parkanlagen und Monumente säumen die Strassen und glorifizieren den vergangenen Ruhm. Die Gebäude erheben sich hoch gen Himmel, schlanke Türme zieren das Stadtbild. Am häufigsten findet man hier die Farben weiss und rot, die dem königlichen Wappen nachempfunden sind. Auch weisse oder rote Kleidung gehört zum guten Ton, doch der Adel schmückt sich darüberhinaus gerne mit allerlei Farben und luxuriösen Accessoires.
Die grösste Bibliothek des bekannten Luftraums befindet sich in Erebos und zieht allerlei Gelehrte an. Trotz der unzulänglichen Politik existieren die grössten und renommiertesten Forschungseinrichtungen hier; fast alle archäologische Errungenschaften können auf sie zurückgeführt werden.
Die königliche Hauptstadt Erebos ist dem Adel vorbehalten. Ansonsten haben nur Bedienstete Zugang zu diesem Bereich, der durch eine hohe, weisse Mauer geschützt ist.
Ausserhalb dieser Mauern ist der ganze Nicht-Adel zugegen. Die Gebäude nahe der Abgrenzung sind in einem guten Zustand, doch je weiter man sich von ihr entfernt, desto desolater wird der Zustand. Die äussersten Bereiche sind nichts weiter als Strohhütten und Zelte und werden von den Ärmsten der Gesellschaft behaust.

Sicherheit wird in diesem Ungleichgewicht gross geschrieben. Eine herausragend ausgebildete Stadtwache sorgt ausserhalb der Mauern für Ordnung. Sie ist mit Hellebarden und anderen Stangenwaffen ausgerüstet, da dies eine alte Tradition des Königreichs darstellt. Der Adel unterhält private Söldnertruppen, welche ihr Wort und ihre Gerechtigkeit verkörpern. Gerichte sind dem Adel vorbehalten, alle anderen müssen sich der Justiz des jeweiligen adligen Anklägers unterwerfen. Dieses Machtungleichgewicht erschafft eine hohe Kriminalität in den äusseren Randgebieten. Strassenbanden und Plünderer haben hier das Sagen und selbst die Wache übersieht gerne die Probleme dieses ärmlichen Bereiches.

Die militärische Macht des Königreichs ist eine der besten überhaupt. Rigoroses Training und fortschrittliche Ausrüstung setzen ihre Armee an die Spitze. Neben der Hellebarde setzt das Königreich als eine der wenigen Völker am Himmel auf kostspielige Armbrüste und mechanische Waffen. Sowohl Militär als auch Stadtwache rekrutiert Soldaten im Säuglingsalter und erzieht diese von klein auf zu ihren Kriegsinstrumenten. Gute Beziehungen zu der Magiergilde erlauben ihnen eine hohe Anzahl an Magier in ihre Ränge aufzunehmen.
Ihr grösster Vorteil liegt in ihren gewaltigen Luftschiffen. Sie besitzen riesige Leviathane, die mehrere hundert Besatzungsmitglieder fassen können. Ausgestattet sind sie mit Repetierballisten, mehrschichtigen Panzerungen und anderen mechanischen Errungenschaften.

Die Expansionslust hat das Königreich zu einer starken Position verholfen. Viele Edelmetalle und exotische Waren fliessen durch ihr Reich, was sie zu einem Kontenpunkt des Handels zu den neu erforschten Gebieten macht. Ihre Kolonien sind gut bewacht und das klare Rückgrat ihres Reichs. Das Königreich regelt ebenfalls die Weltwährung, den Goldtaler. Obwohl viele Reiche rein aus Prinzip den Goldtaler ablehnen, sind sie im Endeffekt fast dazu gezwungen, ihn anzunehmen, wenn sie Konkurrenzfähig bleiben wollen.

Das Königreich ist seit der Unabhängigkeitserklärung seitens Populus Libertas in Tumult. Viele kleine Reiche haben sich seiner Knechtschaft entsagt oder ihm öffentlich den Krieg erklärt.
Die Aarakocras unterhalten gute Beziehungen mit dem Königreich und sie sind ein gegenseitiges Verteidigungsbündnis eingegangen. Zu seinen stärksten Verbündeten gehören auch die Progeni, welche als Söldner in seinen Dienste treten. Ihre klare Überlegenheit im Luftraum macht es ihren Feinden schwierig, direkt vorzugehen, und hält unsichere Inseln in Schach.

Königreich Terberis

Säulen des Himmels PrinzDiamond Despairs